Wohltorf 2050 - Eine gemeinsame Entwicklung Wohltorfs für die Zukunft

 

Wohltorf im Wandel

Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass es in absehbarer Zeit zu einem Wandel unseres Heimatortes kommen wird. Verantwortlich hierfür ist der enorme Siedlungsdruck im Hamburger Umland in Kombination mit dem herrschenden Baurecht. Bereits in naher Zukunft wird der Strukturwandel weg von der Landwirtschaft im Bereich des Dorfkerns ablesbar sein. Investoren, Immobilienmakler und Bauherren mit ihren Einzelinteressen versuchen in ihrem Sinne eine Ent-wicklung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten umzusetzen.

 

Wir GRÜNE sehen hier eine Gefahr für die Interessen unserer Dorfgemeinschaft.

 

Wohin soll es gehen?

Aber auch andere Siedlungsbereiche des Dorfes stehen vor einem Wandel, der mangels rechtsgültiger Bebauungspläne oder Satzungen bisher noch keine klare Richtung und Zielausrichtung hat. Wie soll Wohltorf denn in 30 Jahren aussehen? Wenn wir als Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter Verantwortung ernst nehmen und in politische Entscheidungen umsetzen wollen, müssen wir hier und heute aktiv die richtigen rechtlichen Rahmen-bedingungen setzen und ein Bild haben, wie sich unser Dorf entwickeln soll.

 

Wie sieht der Plan aus?

Die Grundlage hierfür muss aber ein im Sinne aller Bürger durchdachtes Ortsentwicklungskonzept für die nächsten Jahrzehnte sein. Ein solches Konzept muss mit allen Einwohnern gemeinsam diskutiert, geplant und verabschiedet werden, auch um die Gemeinschaft im Dorf wieder zu stärken, statt – wie in den Auseinandersetzungen um manche Baupläne erlebt – gegeneinander zu kämpfen.

Wir werden uns für die Entwicklung eines solchen gemeinsamen Konzeptes unter professioneller Moderation einsetzen.

 

Uns ist es dabei wichtig, die Historie Wohltorfs, den Strukturwandel von Landwirtschaft zu Wohnen und Freizeit sowie die vorhandenen Rahmenbedingungen – wie z. B. die Vielzahl offener Freiflächen und den Charakter von Einzelhausbebauung - bei einem zukunftsfähigen Konzept zu berücksichtigen, sorgfältig untereinander abzuwägen und transparent darzustellen.

 

Fachexpertise

Dabei möchten wir GRÜNE auch externe Fachleute unterschiedlichster Fachrichtungen für einen Gestaltungsbeirat einladen, bestehend aus Stadtplaner*innen, Architekt*innen, Verkehrsplaner*innen, Landschaftsarchitekt*innen in Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen wie der Gemeindevertretung, den Ausschüssen, der Feuerwehr, örtlicher Vereine und anderen.

 

Mitwirkung

Und vor allem werden wir Foren schaffen, bei denen sich alle Wohltorferinnen und Wohltorfer aktiv mit ihren Vorstellungen und Wünschen an der Entwicklung unseres Dorfes beteiligen können!

 

Wir GRÜNE wollen den Wandel aktiv gestalten - damit aus Risiken Chancen werden!

Familien in Wohltorf - Moderne Familienpolitik vor Ort gestalten!

 

Wo stehen wir heute?

Viele Familien mit Kindern ziehen nach Wohltorf ins Grüne. So erlebt Wohltorf schon seit Jahren den Wandel vom landwirtschaftlich geprägten Dorf mit „Unternehmervillen“ (aus einer Werbung für Wohltorf Anfang des letzten Jahrhunderts!) hin zu einem familiengeprägten Wohnort mit Berufspendlern nach Hamburg.

 

Grundschule und Kita sind teilweise mitgewachsen und mittlerweile zentrale Treffpunkte des hiesigen Lebens (insbesondere morgens um 08:00 Uhr!). Die Anforderungen an Kinderbetreuung haben sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt und die vorhandenen Institutionen werden dem kaum mehr gerecht.

Seit vielen Jahren gibt es eine chronische Unterversorgung an Krippenplätzen für unter 3-jährige in der Kita. Dies führt dazu, dass (meistens) die Mütter nicht wieder in den Job einsteigen können, wenn sie dies möchten. Es können fast ausschließlich Geschwisterkinder aufgenommen werden, andere schaffen es manchmal nicht mal auf die Warteliste.

 

Zweite Kita

Wir GRÜNE setzen uns daher für eine zweite Kita in Wohltorf ein. Familien sollen ihr Leben mit Kindern so gestalten, wie sie es möchten und dafür brauchen sie gute und sichere Betreuung für die Kids. Und auch die Verlängerung der Betreuungszeiten ist dabei ein zentrales Thema, denn mit der Betreuungszeit von 07:30 bis 16:00 Uhr ist ein Arbeitsleben mit Pendeln nach Hamburg kaum zu schaffen. Eine zweite Kita mit einer anderen Träger-organisation würde auch die Vielfalt der Betreuungsmöglichkeiten in Wohltorf erweitern. 

 

Offene Ganztagsschule

Für eine Erweiterung der Nachmittagsbetreuung der Grundschüler haben wir GRÜNE uns bereits erfolgreich in der Gemeindevertretung eingesetzt: Die Grundschule Wohltorf wird offene Ganztagsschule! Jetzt muss dieses Konzept mit höchster Priorität professionell mit allen Beteiligten umgesetzt werden, damit wir die Betreuungsengpässe ab dem Schuljahr 2019/2020 endlich hinter uns lassen können.

 

Sporthalle

Und nicht zuletzt: Die Sporthalle ist baufällig und eine Renovierung des alten Gebäudes ist einfach nicht mehr wirtschaftlich. Auch sind heutige Hallenkonzepte flexibler und energieeffizienter. Bevor die alte Halle überraschend gesperrt wird, muss jetzt eine neue Halle geplant werden. Sie soll vielen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht wird – von Kita- und Grundschulsport, über Vereinssport bis hin zum traditionellen Vogelschießen und vielleicht sogar noch weiteren kulturellen Aktivitäten, die Wohltorf auch mal gut tun würden.

 

Moderne Familienpolitik beginnt vor Ort und das ist: HIER!



Bürgerbeteiligung und Engagement
 - „Wer, wenn nicht du und ich?“

 

Heimat gestalten

Kommunalpolitik ist für uns alle grundlegend, denn es geht um die heutige und zukünftige Gestaltung unseres direkten, sichtbaren und spürbaren Lebensumfeldes – für uns, unsere Kinder und Enkelkinder.

 

"Das war schon immer so..."

Bis wir GRÜNE vor fünf Jahren in die Gemeindevertretung kamen, schien hier vieles (bewusst oder unbewusst) hinter verschlossenen Türen zu laufen. Moderne Informationsmedien wurden zu wenig genutzt, zumindest wurde vieles nicht sichtbar.

Dies ist bereits heute spürbar anders: Wichtige Informationen stehen vielfach im Internet, die Institutionen tagen weitgehend öffentlich, Pressemedien werden besser genutzt.

Gut so! Doch hier geht noch viel mehr!

 

Mitwirkung

Wir GRÜNE wollen die Zugangsmöglichkeiten zu Informationen verbessern und vor allem auch die Hemmschwellen und Hürden zur Mitwirkung an der Gestaltung senken. Damit soll es Frauen und Männern in der Familienphase stärker ermöglicht werden, an der Kommunalpolitik mitwirken zu können. Dazu braucht es stärkere Mediennutzung, verbindliche Einhaltung von Terminen, gezielte Vorbereitung von Sitzungen, professionelle Unterstützung der Gemeinde-vertretungsarbeit an kritischen Punkten (z. B. Projektmanagement) und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder bei Abendsitzungen.

 

Frauen in die Politik

Ganz wichtig ist uns GRÜNEN, den Frauenanteil in der Gemeindevertretung zu erhöhen, denn ein Großteil des sozialen Lebens in der Gemeinde wurde und wird nach wie vor von Frauen gestaltet. In den maßgeblichen politischen Gremien sind sie aber immer noch deutlich unterrepräsentiert und genießen damit weniger Einflussmöglichkeiten. 

Daher sind wir stolz und froh, dass unsere Kandidatenliste den weitaus höchsten Anteil an Frauen aufweist!

 

Unterstützung

Ebenso dazu gehört für uns eine stärkere und aktivere Unterstützung von Initiativen, die es im Dorf bereits gibt (Schulwegsicherung, offenes Klassenzimmer, runder Tisch für Flüchtlinge und andere).

 

Daher appellieren wir:

Jeder kann und sollte Wohltorf mitgestalten können – sprechen Sie uns an!

Umwelt- und Naturschutz „Wohltorfs grünen Charakter sensibel erhalten“

 

Lebensqualität 

Wohltorf ist ein Ort mit hoher Lebensqualität. Große Grundstücke, weitläufige Freiflächen und ein großer, alter Bestand an Bäumen prägen unser Ortsbild.

Durch Windbruch, Bautätigkeiten und teils unge-nügende Pflege gehen jedoch manche Flächen und Bäume verloren.

 

Ortsbild

Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass unser Ortsbild erhalten bleibt. Dazu gehört, dass Grünflächen und Bäume sensibel gepflegt werden. Und dazu gehört, dass gefällte Bäume ersetzt - oder falls notwendig - Grünflächen umgestaltet werden. Hierzu sind die not-wendigen Haushaltsmittel bereitzustellen. Wir wollen die Arbeit des Umweltausschusses intensivieren, der diese Dinge im Blick haben muss. Dabei wollen wir GRÜNE proaktiv agieren und uns nicht von den Ereignissen oder kurzfristigen Notwendigkeiten zum Handeln zwingen lassen.

 

Transparenz

Ein erster Schritt ist, dass Transparenz bezüglich des Zustandes der vorhandenen Bäume geschaffen wird. Unter maßgeblicher Beteiligung der GRÜNEN konnte die Veröffentlichung des vorhandenen Baumkatasters erreicht werden. Darauf aufbauend soll in regelmäßigen Abständen eine erneute Bestandsaufnahme mit vorausschauenden Handlungsempfehlungen erfolgen.

 

Klimaschutz

Wir erfreuen uns an der Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement des Amtes Hohe Elbgeest, denn dies bedeutet Sachverstand, professionelle Unterstützung und ein Kümmern der Verwaltung. Erste Handlungsempfehlungen für die Wohltorfer Gemeinde zeigen, dass langfristig sogar klimaschädliche Emissionen reduziert werden können.

 

Wohltorf soll grün bleiben!



Qualität der kommunalpolitischen Arbeit Transparenz, Professionalisierung und Expertise!

 

Informationen rechtzeitig und vollständig

Die Pläne und Beschlüsse der Gemeindevertretung gehen uns alle an. Wir setzen uns mit konkreten Maß-nahmenvorschlägen dafür ein, dass alle notwendigen Informationen rechtzeitig und verständlich für alle interessierten Bürger*innen vorliegen. Denn Informationen sind der erste Schritt zur Teilhabe und Mitgestaltung! Eine professionelle Nutzung des Internets spielt dabei eine zentrale Rolle.

Hier ist noch viel Luft nach oben!

 

Fundierte Entscheidungen treffen

Dies betrifft ebenso Informationen und Entscheidungs-vorlagen für die Gemeindevertreter*innen selbst: Mitunter stehen wichtige Unterlagen erst so spät zur Verfügung, dass eine seriöse Vorbereitung nicht mehr möglich ist. Da wir als GRÜNE keine Entscheidungen im Blindflug treffen wollen, kommt es in Einzelfällen vor, dass wir etwas stur sind und Entscheidungen nicht mittragen. Jeder Mensch, der in seinem Beruf oder in seinem persönlichen Umfeld verantwortungsvolle und weitreichende Entscheidungen zu treffen hat, wird dies nachvollziehen können.

 

Verbindlichkeit

Beschlossen, aber nichts passiert: Zu häufig mussten wir in der vergangenen Wahlperiode beobachten, dass wichtige Themen zwar in der Gemeindevertretung besprochen, aber nicht konsequent umgesetzt wurden. Es fehlt teilweise an einfachen Methoden des Projektmanagements wie z. B. To-Do-Listen „wer macht was bis wann“, Wiedervorlage-Rhythmen und Meilensteinen.

 

Wir haben einen umfangreichen 24-Punkte-Maßnahmenkatalog erarbeitet, um die Gemeinde-vertretungsarbeit im Sinne einer Managementfunktion zu professionalisieren, damit die wichtigen Themen auch spürbar vorankommen.

Am Ende werden wir Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter nicht daran gemessen, was wir reden, sondern was wir tun!

 

Fachliches Know-How

Die Arbeit als Kommunalpolitiker*in ist ein Ehrenamt und die Gemeindevertreter*innen entstammen alle unterschiedlichen Professionen. Viele Themen und Ent-scheidungen sind komplex, vernetzt und erfordern häufig einen hohen Grad an fachlicher Expertise. Nicht selten entscheidet die Gemeindevertretung nach bestem Wissen und Gewissen oder Bauchgefühl, aber nicht mit der nötigen fachlichen Expertise. Hier plädieren wir dafür, wenn nötig rechtzeitig Berater*innen mit dem entsprechenden Fachhintergrund hinzuzuziehen, um Fehlentscheidungen aus Unwissenheit heraus vorzubeugen.

Wohltorfs Infrastruktur: „Internet - Sporthalle - Tonteich - Feuerwehr - Straßen“

 

Die unmittelbare Ausgestaltung der Infrastruktur bemerkt jeder in Wohltorf - nicht selten aber erst, wenn es an etwas fehlt oder etwas nicht mehr funktioniert. Dies haben wir GRÜNE im Blick!

 

Glasfaservernetzung

Wir GRÜNE wollen, dass der Glasfaserausbau in Wohltorf vorangetrieben wird. Es gibt neben der Telekom weitere Anbieter, die die Ortsnetze mit Glasfaser versorgen. Das ist aus heutiger Sicht die einzige zukunftsorientierte Lösung. Das Medium Glasfaser kann im direkten Vergleich zu den Kupferadern deutlich mehr Daten transportieren, und das bei einer deutlich gesteigerten Geschwindigkeit. Wir streben an, dass alle Häuser in Wohltorf mit einer direkten Glasfaseranbindung (FTTH-FiberToTheHome) versorgt werden. Dafür setzen wir uns ein!

 

Freiwillige Feuerwehr

Wir wollen, dass für unsere Feuerwehr ein neuer Standort in ausreichender Größe für einen Neubau gefunden wird. Nur so ist der Feuerschutz in der Gemeinde aufrecht zu erhalten. Allein der Aspekt einer durchgehenden Bereitschaft verbietet den Abriss und Neubau am gleichen Standort.

 

An einem neuen Standort müssen ausreichend Parkplätze für die Einsatzkräfte vorgesehen werden. Erforderlich ist auch eine ausreichende Stellfläche vor der Wache, um die Einsatzfahrzeuge dort für den nächsten Einsatz wieder vorbereiten zu können. Und die Wache muss möglichst im Zentrum des Ortes liegen, um im Einsatzfall in alle Himmelsrichtungen gleichnah am Einsatzort zu liegen.

 

Tonteichbad

Wir wollen, dass der Tonteich als Wohltorfs Alleinstellungsmerkmal dauerhaft erhalten bleibt. Dazu soll der Trägerverein in die Lage versetzt werden, notwendige Verbesserungs- und Sanierungsarbeiten durchzuführen. Die inzwischen etablierten Kultur- und Kinderangebote sollen in mindestens gleichen Umfang erhalten bleiben.

 

Sporthalle

Wir wollen weiterhin eine Sporthalle in Wohltorf haben. Sie ist für den Schul- und den Vereinssport, aber auch als Treffpunkt für kulturelle Aktivitäten wie das tradi-tionelle „Vogelschießen“ im Sommer unabdingbar. Die derzeitige Halle ist nicht sanierungsfähig; ein Neubau ist notwendig. Es soll eine Zweifeldhalle entstehen mit je nach Sportart bzw. Nutzung möglicher Trennung in zwei Hälften in einer Normgröße, die z.B. auch den Anforderungen von Handball und Hockey genügt und natürlich auch für unsere Dorffeste taugt.

 

Straßenausbaubeitragssatzung

Wir wollen, dass die derzeitige Straßenausbau-beitragssatzung abgeschafft wird. Auch die Einführung von so genannten wiederkehrenden Beiträgen würde nicht ausreichend das Problem einer gefühlt ungerechten Belastung von Bürger*innen beheben, außerdem würden hier noch höhere Aufwände in der Verwaltung anfallen. Aber die finanzielle Situation der Gemeinde darf sich bei Wegfall von Straßenausbaubeiträgen nicht verschlechtern. Signifikante Ausgabeeinschränkungen im Gemeindehaushalt sind nicht möglich, so sind eher zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen und auszuschöpfen.



Gesunde Finanzen gezielte, langfristige Planung und klare Prioritäten

 

Kassenlage

Die Ausgangssituation für Projekte mit größerem Finanzbedarf ist leider denkbar schlecht. Wir müssen die finanzielle Basis auch in Verantwortung für die folgenden Generationen auf eine solidere Basis stellen. Als GRÜNE setzen wir uns für eine differenziertere, bessere und transparente Finanzplanung mit aus-reichender Langfristigkeit ein!

 

Prioritätensetzung

Wir wollen, dass in den gemeindlichen Gremien größere Anschaffungs- und Bauprojekte identifiziert und mit Prioritäten versehen werden. Hier sind grundlegend auch die Ergebnisse der von uns angestrebten Bürger* innenbeteiligung (siehe an anderer Stelle) einzubeziehen. Die sich ergebende Prioritätenliste soll mindestens 10 Jahre umfassen. 

Wenn sich wesentliche Rahmenbedingungen ändern, muss die Prioritätenliste überarbeitet werden. Sie soll öffentlich auf der Webseite der Gemeinde einsehbar sein.

 

Finanzielle Langfristplanung

Wir wollen, dass in den gemeindlichen Gremien auf Basis der festgelegten Prioritäten eine finanzielle Langfristplanung für größere Anschaffungs- und Bauprojekte erarbeitet und festgelegt wird. Sie soll den gleichen Zeitrahmen wie die Prioritätenliste haben. Dazu gehört auch, für solche Projekte langfristig Rücklagen zu bilden. Wenn sich wesentliche Rahmenbedingungen ändern, muss auch diese Finanzplanung überarbeitet werden. Auch diese Planung soll öffentlich auf der Webseite einsehbar sein.

 

Erhalt des Gemeindevermögens

Wir wollen, dass in Summe das Gemeindevermögen (Gebäude, Straßen, …) mindestens in seiner Höhe er-halten bleiben soll. Daher sollen in Höhe der Ab-schreibungen („Werteverzehr“) Investitionen erfolgen oder Rücklagen gebildet werden. Dies wiederum er-fordert den Wechsel von der kameralen Einnahme-/ Ausgaberechnung zur sogenannten Doppik (kauf-männische Buchführung), die dann auf Amtsebene eingeführt werden müsste.

 

Ausbau von Straßen

Wir wollen, dass sich die finanzielle Situation bei Weg-fall von einmaligen Straßenausbaubeiträgen der Ge-meinde nicht verschlechtert. Signifikante Ausgabe-einschränkungen im Gemeindehaushalt sind nicht möglich. So sind eher zusätzliche Finanzierungs-möglichkeiten zu erschließen und auszuschöpfen.

 

Kreditaufnahmen

Wir wollen, dass die Gemeinde schuldenfrei ist. Dieses Ziel zu erreichen wird besonders schwer, da durch den aufgelaufenen Investitionsstau dringende Baumaßnahmen anstehen. Auch aus diesem Grund sind zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen und auszuschöpfen. Eine Kreditaufnahme soll immer dann möglich sein, wenn sich das Maßnahmenpaket selbst trägt, indem dessen Einsparungen bzw. Einnahmen mehr als die Zinsbelastung ausmachen.

Mobilität für Wohltorferinnen und Wohltorfer Mehr Fahrradwege und bessere HVV-Anbindung

 

Wie viel Auto braucht der Mensch?

Viele Wohltorfer*innen fragen sich, ob sie hier „auf dem Land“ auch ohne Auto – oder Zweitauto – überleben könnten. Die meisten Berufstätigen pendeln nach Reinbek, Hamburg oder zum Flughafen, weiterführende Schulen befinden sich in Wentorf oder Reinbek. Es gibt nur eingeschränkte Einkaufsinfrastruktur in unmittelbarer Nähe, die S-Bahn fährt meistens nur alle 20 Minuten, nachts bleibt nur das Taxi ab Bergedorf.

 

Sichere Radwege? - Fehlanzeige.

Auf das Auto/Zweitauto zu verzichten, das Fahrrad oder die S-Bahn zu nutzen, ist der beste Weg den indi-viduellen ökologischen Fußabdruck zu verringern, es spart enorm Geld (ein eigenes Auto lohnt erst ab 11.250 km/Jahr) und ist vor allem gesünder für alle. Möglich ist dies in Wohltorf. Aber wenn man genau hinschaut, gibt es zahlreiche Hürden, die viele Menschen auf ein eigenes (Zweit-)Auto zurückgreifen lassen. Hier ist viel zu tun.

 

Als GRÜNE in der Gemeindevertretung setzen wir uns für den Ausbau der nachhaltigen Mobilität ein:

 

Verbesserung der S-Bahn-Anbindung:

Durchgängigen 10-Minuten-Takt von 06:00 bis 23:00 Uhr, Anschluss an den Großbereich Hamburg, An-bindung an die Nachtverbindung an Wochenenden.

 

Rufbusse, Sammeltaxi oder nächtlicher, verlässlicher Taxiruf an der S-Bahn

Diese in vielen ländlichen Gebieten gängigen Verkehrsmittel sind hier unbekannt, aber entscheidend, um öffentlichen Verkehr auch außerhalb der Kernzeiten attraktiv zu machen. Damit beispielsweise auch der Waldkamp und das Querkampviertel nachts gut erreichbar bleiben.

 

Verbesserung und Ausbau von Park&Ride
Viele Wohltorfer würden häufiger Bahn fahren, fänden sie dort sicher und schnell einen Parkplatz. Hier braucht es eine Ausweitung, auch mit Lade-Anschlüssen für Elektroautos.

 

Busanschluss nach Wentorf (über den zu begrüßenden Schulbus hinaus)

Wentorf ist für viele mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und Schulen ein wichtiges Ziel, das ohne Auto jedoch nur umständlich erreichbar ist. Hier braucht es eine Busverbindung oder alternativ die Möglichkeit eines Sammeltaxis.

 

Einfache Alternative
„Mitfahrerbänke“ an den Ortsausgängen nach Reinbek und Wentorf und zurück, so dass ein flexibles und freundschaftliches Mitfahren von Wohltorfer*innen bei Wohltorfer*innen möglich wird.

 

Einrichtung von Fahrdiensten
Für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch für die Bewohner*innen des Hauses Billtal.

 

Car-Sharing in Wohltorf
Wer bei Bedarf ein Auto flexibel nutzen kann, ist bereit auf den (Zweit)Wagen zu verzichten. Es braucht ein attraktives Angebot in Kooperation mit Car-Sharing-Anbietern, dem HVV und ggf. E-Auto-Herstellern oder - wenn nötig - in Eigenregie.

Bitte melden Sie sich bei Interesse bei uns!

 

Sichere Fahrradwege
Die im Berufsverkehr vielbefahrenden Straßen Eichenallee und Dorfstraße benötigt sichere Fahrradwege - nicht zuletzt für die Kinder auf dem Weg zur Schule.

Die Zufahrt am „Alten Knick“ muss fahrradsicher ausgebaut werden, damit sich mehr Eltern und Kinder trauen, mit dem Rad zu fahren. Dies betrifft auch den gefährlichen Einmündungsbereich Eichenallee – Haidrath –Dorfstraße.

 

Verkehrssituation bei der Schule
Die katastrophale Verkehrsführung und Parksituation vor Kita und Grundschule („kiss&go-Zone“) muss ver-bessert werden. Dass dort bisher noch kein Kind zu Schaden gekommen ist, ist reine Glückssache. Hierfür haben wir GRÜNE eine Arbeitsgruppe initiiert, die be-reits erste Ergebnisse auf den Weg bringt!

 

Abschließbare Fahrradräume an der S-Bahn
Wer ein hochwertiges Rad fährt, stellt dies nicht an der S-Bahn ab, denn das Risiko des Diebstahls ist zu hoch. Hier braucht es auf beiden Seiten der S-Bahn aus-reichend abschließbare Räume, eventuell auch mit Lade-Anschlüssen für E-Bikes. Erste GRÜNE Aktivitäten sind hierfür in der Gemeindevertretung angestoßen.

 

Fahrradschnellwege nach Bergedorf und Hamburg
Das Fahrrad/E-Bike als regelmäßiges Verkehrsmittel auch für längere Strecken boomt. Hier muss Wohltorf gemeinsam mit den angrenzenden Gemeinden an den Großraum Hamburg angeschlossen werden.